PRüFUNG FüR DAS GERMANISTIK-GRUNDSTUDIUM
(PGG-PRüFUNG ) 2007
I. Diktat (10 P) (15 MINUTEN)
Sie h?ren den Text insgesamt viermal. Zuerst h?ren Sie sich den ganzen Text einmal an. Dann h?ren Sie sich den Text noch zweimal an und schreiben dabei den Text Satz für Satz mit. Die l?ngeren S?tze werden in Teilen vorgelesen. Zuletzt h?ren Sie den ganzen Text noch einmal. Nun fangen wir an! II. H?rverstehen (20 P) (20 MINUTEN) Teil 1: Alltagssituationen Sie h?ren im Folgenden 6 Minidialoge nur einmal. Markieren Sie die L?sungen auf dem Antwortbogen.
1. a. 36,40 Euro. b. 62,15 Euro. c. 62,50 Euro.
2. a. Weil er im Stau steht. b. Weil er krank ist. c. Weil er um 11 Uhr kommen m?chte. 3. a. Zum Ostbahnhof. b. Zum Flughafen. c. Zum Messeplatz. 4. a. Ein Konto er?ffnen. b. Geld überweisen, c. Ein Konto aufl?sen. 5. a. Aus Baumwolle. b. Aus Leinen. c. Aus Wolle.
6. a. Frau Schneiders Schwester, b. Frau Meier. c. Frau Schneider selber. Teil 2: Nun h?ren Sie fünf Texte. Jeden Text h?ren Sie zuerst einmal, dann lesen Sie die Aufgaben und danach h?ren Sie ihn noch einmal. Markieren Sie die L?sungen auf dem Antwortbogen. Text A
7. Worum geht es in der Umfrage? a. Es geht darum, wer das Theaterstück geschrieben hat.
b. Es geht darum, wann der Befragte das letzte Mal im Theater war. c. Es geht darum, ob der Befragte repr?sentativ für die Umfrage ist. 8. Wer ist der Befragte? a. Der Befragte ist ein R?uber, b. Der Befragte hei?t Franz Mohr, c. Der Befragte ist ein Schauspieler. Text B (a = richtig, b = falsch) 9. Ein 4-j?hriger Junge hatte auf einem Parkplatz gespielt und war dann pl?tzlich verschwunden. 10. Die Polizei hat den Jungen gefunden und nach Hause gebracht. Text C (a = richtig, b = falsch)
11. Am kommenden Sonntag um 9:30 Uhr l?dt der Wanderverein alle Menschen ins Grüne ein. 12. Die Wanderung wird etwa 5 Stunden dauern. 13. Wer daran teilnehmen m?chte, sollte feste Schuhe tragen. Text D
14. ______ sind bei einem S-Bahn-Unglück in München am Vormittag schwer verletzt worden. a. Mehr als 15 Personen b. 15 Personen c. 50 Personen 15. Der Unfall geschah, weil _________ a. der Zug voll besetzt war.
b. ein voll besetzter Zug auf einen Gleisbauzug aufgefahren war. c. ein voll besetzter Zug auf dem falschen Gleis unterwegs war. 16. Durch den Unfall entstand ____________ a. ein Sachschaden von zwei Millionen Euro. b. ein Sachschaden in zwei Millionenh?hen. c. ein Sachschaden in zweistelliger Millionenh?he.
Text E 17. Worüber m?chte sich die Studentin informieren? a. über Deutschkurse im n?chsten Semester. b. über die Anmeldung für die Kurse. c. über übungen für ausl?ndische Studenten. 18. Was wird nicht angeboten? a. übungen zum H?rverstehen. b. Ein Kurs zur mündlichen Kommunikation. c. Deutsch für Germanisten. 19. Für welchen Kurs entscheidet sich die Studentin? a. Für den Deutschkurs. b. Für den Kurs zur deutschen Rechtschreibung. c. Für den Kurs zum wissenschaftlichen Schreiben. 20. Was muss man zur Anmeldung mitbringen? a. Seine Teilnahmeliste. b. Seinen Studentenausweis. c. Seinen Teilnahmeschein.
III. Leseverstehen (20P) (40 MINUTEN) Text A Ferien auf dem Bauernhof
Ferien auf dem Bauernhof, das gibt es mindestens schon seit zwanzig Jahren. Vor allem bei Familien mit kleineren Kindern und bei ?lteren Leuten sind sie sehr beliebt, weniger dagegen bei Jugendlichen. Im letzten Jahr verbrachten mehr als 600.000 Deutsche ihre Ferien auf dem Lande; fast die H?lfte davon waren Kinder. Und die meisten von ihnen waren sehr zufrieden, wie Reporter einer gro?en Tageszeitung herausfanden. Die meisten G?ste wünschen sich einen Bauernhof, der noch in Betrieb ist; und es ist besonders wichtig, dass Tiere da sind. Zu einem richtigen Bauernhof geh?ren eben Hühner und G?nse, Schweine und Pferde und au?erdem natürlich Kühe, damit die Kinder lernen, wo die Milch herkommt. Und Hunde und Katzen dürfen als Spielgef?hrten für die Kinder ebenfalls nicht fehlen. Sehr oft sind es dann auch die Kinder, die den Vorschlag machen, die Ferien einmal auf einem Bauernhof zu verbringen. Ungef?hr 20.000 landwirtschaftliche Betriebe bieten in diesem Jahr in der Bundesrepublik Deutschland Betten für Ferieng?ste an. Die Zahl nimmt noch zu, denn die wirtschaftliche Lage auf dem Lande ist sehr schwierig geworden. Viele Landwirte h?tten ohne das Gesch?ft mit dem Tourismus die Landwirtschaft l?ngst aufgeben müssen. Einige Landwirte verdienen durch den Tourismus so gut, dass sie es nicht mehr n?tig haben, ihre Felder zu bearbeiten. Sie sind dann auch gerne bereit, ihr Land zu verkaufen. Manchmal will man darauf Golfpl?tze, H?user, Superm?rkte oder sogar Fabriken bauen. Doch solche Pl?ne sto?en heute meistens auf den Widerstand der Naturschützer. Sie k?mpfen dafür, dass es in Deutschland wieder mehr Gebiete gibt, wo Pflanzen und Tiere in natürlicher Umgebung ungest?rt wachsen und leben k?nnen. Markieren Sie bitte die richtigen L?sungen auf dem Antwortbogen! 21. Die meisten Ferieng?ste _____
a. waren vor 20 Jahren zum ersten Mal auf einem Bauernhof. b. verbringen ihre Ferien immer auf einem Bauernhof. c. waren mit den Ferien auf dem Bauernhof zufrieden. 22. Was wird über die Ferieng?ste gesagt? a. Fast 300.000 G?ste waren Kinder. b. Jugendliche kommen besonders gern. c. Die meisten G?ste waren ?ltere Leute.
23. Warum sind Ferien auf dem Bauernhof bei Kindern so beliebt?
a. Weil sie die Tiere füttern dürfen.
b. Weil sie dort Tiere zum Spielen finden. c. Weil sie ihre eigenen Tiere mitbringen dürfen. 24. Was steht im Text? a. Die Ferieng?ste machen den Landwirten viel Arbeit. b. Die Landwirte verkaufen ihr Land an die Naturschützer. c. Es ist schwierig geworden, von der Landwirtschaft zu leben.
25. Warum wollen einige Landwirte nicht mehr auf den Feldern arbeiten? a. Wegen der vielen Ferieng?ste haben sie keine Zeit mehr. b. Die Touristen bringen genug Geld. c. Die Arbeit ist zu anstrengend.
Text B Noch immer werden Kinder als Sklaven verkauft
Als Kolumbus zum zweiten Mal nach Amerika segelte, hatte er schon schwarze Sklaven an Bord. Sie sollten in den neu angelegten Plantagen (种植场l) arbeiten, denn es gab nicht genug einheimische Arbeitskr?fte. Und weil kein Staat etwas dagegen hatte, und auch nicht die Kirche, wurden Menschen dann sehr schnell zu einer Ware.
Schiffe fuhren von Europa nach Westafrika, beladen mit Waren, die man dort brauchte. Sie wurden eingetauscht gegen Menschen: M?nner, Frauen, Kinder, die man gefangen, verschleppt, entfuhrt hatte. Gefesselt kamen sie aufs Schiff, wurden unter Deck auf engstem Raum zusammengepfercht, nackt und geschoren, um Ungeziefer (害虫) fernzuhalten. Mindestens zehn von 100 starben auf jeder überfahrt nach Amerika.
Dort angekommen, wurden sie wie Vieh verkauft. Ihr neuer Besitzer lie? ihnen sofort sein Zeichen aufbrennen. Falls er sie nicht wieder verkaufte, waren sie ihm für den Rest ihres Lebens ausgeliefert. Er konnte sie sogar ungestraft t?ten. Die Sklavenh?ndler luden ihre Schiffe voll mit dem, was auf den Plantagen angebaut und in Europa teuer bezahlt wurde: Zucker, Kaffee, Baumwolle, Reis oder Tabak. Sklavenhandel war ein gutes Gesch?ft. Insgesamt wurde die unglaubliche Zahl von 14 Millionen Menschen nach Nord- und Südamerika verschleppt. 1807 schafften die Engl?nder die Sklaverei ab, 1848 die Franzosen, 1865 die Amerikaner und 1888 die Portugiesen. In manchen L?ndern Afrikas gibt es noch Sklavenhandel.
Und in Indien, wei? man, gibt es heimliche Sklaven: Gro?grundbesitzer leihen armen Familien in Not Geld und verlangen dafür, dass der Kredit abgearbeitet wird, von den Eltern oder von den Kindern. Und sie sorgen dafür, dass sie es nie schaffen! Markieren Sie bitte die richtigen L?sungen auf dem Antwortbogen! 26. Wie begann der Sklavenhandel?
a. Auf den Plantagen gab es nicht genug Arbeiter. b. Die Spanier hatten keine Lust zu arbeiten. c. Der Staat hat es von Kolumbus verlangt.
27. Wie wurden die Sklaven in Afrika von den Europ?ern ?gekauft\ a. Man hat sie mit Geld gekauft.
b. Man hat sie gegen etwas anderes eingetauscht. c. Man hat sie gestohlen.
28. Welche Strafe bekam ein ?Besitzer\ a. Er bekam keine Strafe.
b. Er durfte nicht mehr handeln. c. Er musste etwas Geld bezahlen. 29. Wie war der Zustand der Sklaven?
a. Sie wurden gefesselt aufs Schiff gebracht und dann wie Vieh verkauft.
b. Die meisten starben unterwegs nach Amerika.
c. Sie beluden Schiffe mit Zucker, Kaffee, Reis oder Tabak und wurden teuer bezahlt. 30. Wie ist die Situation in Indien heute? a. Es gibt keine Sklaven mehr. b. Es gibt versteckte Sklaverei. c. Die Gutsbesitzer wollen für Sklaven sorgen.
Text C Chirurgen wollen sich der Kritik an Apparatmedizin stellen
Die Chirurgie (外科) muss sich mehr als bisher mit der ihr entgegengebrachten Kritik auseinander-setzen, wurde zur Er?ffnung des Chirurgenkongresses in München erkl?rt. Durch den raschen Fort-schritt innerhalb der Medizin breite sich Missmut und Unbehagen gegen eine ?technische Medizin\aus, der Apparatmedizin werde Unzufriedenheit und Misstrauen entgegengebracht.
Die Skepsis, ob der technische Fortschritt Segen oder Fluch bedeute, treffe den kranken Menschen in viel st?rkerem Ma?e, besonders dann, wenn sich mit dem Gefühl der Hilflosigkeit die Angst verbinde, er werde als Mensch nicht genügend beachtet. Insbesondere nach Krebsoperationen qu?lten den Patienten ?ngste und Fragen, ob er nach dem chirurgischen Eingriff ?l?nger leben oder l?nger sterben\erpflichtet, diese ?ngste durch vertrauensvolle Beratung abzubauen. Kein Patient dürfe das Gefühl haben, dass durch die moderne Medizin ein humanes Defizit entstehe. ?rzte und Chirurgen sollten darlegen, dass Technik unentbehrlich sei, um zu helfen und zu heilen. Zu keiner Zeit dürfe der Patient das Gefühl haben, allein gelassen zu werden. Das entscheidende Fundament ?rztlichen Handelns sei die N?chstenliebe. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten in den Kliniken auch die Arbeitsbedingungen für ?rzte und das Pflegepersonal verbessert werden. Markieren Sie bitte die richtigen L?sungen auf dem Antwortbogen! (a = richtig, b= falsch) 31. Die Chirurgie muss sich mehr als bisher mit Kritik besch?ftigen.
32. Unzufriedenheit und Misstrauen lasse sich durch Apparatmedizin verringern.
33. Besonders erkrankte Menschen sind sich nicht sicher, ob der technische Fortschritt Segen oder Fluch bedeute.
34. Der Chirurg soll dem Patienten in Gespr?chen die ?ngste nehmen. 35. Kein Patient soll das Gefühl haben, dass er durch die moderne Medizin nicht als Mensch behandelt wird.
36. ?rzte und Chirurgen sollten erkl?ren, dass man technische Hilfsmittel nicht brauche. Text D Die Wüsten (沙漠) sind auf dem Vormarsch Woher kommt es, dass die Wüsten sich immer weiter ausdehnen? Kann der Mensch dieser Entwicklung Einhalt gebieten? Ein Drittel des Festlandes der Erde besteht aus Wüsten oder Halbwüsten. In ihnen leben 628 Millionen Menschen. Ein weiteres Fünftel der Landfl?che ist in Gefahr, in naher Zukunft zur Wüste zu werden. Im Sudan hat sich die Saharawüste innerhalb von siebzehn Jahren um hundert Kilometer nach Süden ausgedehnt. Vor zehn Jahren noch holten die Einwohner von Khartum, der Hauptstadt des Sudan, aus den damals nur zehn Kilometer entfernten W?ldern ihr Brennholz. Heute müssten sie dafür fast hundert Kilometer zurücklegen. Das gegenw?rtige Vordringen der Wüsten wird jedoch nur in sehr geringem Ma?e durch Klimaver-?nderungen verursacht; die Hauptschuld daran tr?gt der Mensch. An den R?ndern des afrikanischen Wüstengürtels haben Rinder- und Ziegenherden jeden Grashalm abgefressen Selbst B?ume und Büsche wurden Opfer ihrer Gefr?ssigkeit. Um die Wasserl?cher sind in weitem Umkreis auch alle Wurzeln von den Tierherden zertrampelt worden. Durch das Absterben der Wurzeln lockert sich der Boden und wird dann von Wind und Regengüssen fortgetragen. Aber auch Bergwerke und Staud?mme haben den Haushalt der Natur in Unordnung gebracht. So hatte der Bau des Assuan-Staudamms zur
Folge, dass der fruchtbare Schlamm des Nils nicht mehr über die Ufer geschwemmt wird und dass gleichzeitig das Meerwasser ins Nildelta eindringt. Fruchtbare Gebiete werden dadurch zu Sand- und Salzwüsten.
Was muss der Mensch jetzt tun? In erster Linie müsste er den Raubbau in Gebieten am Wüstenrand durch vernünftige Landwirtschaft ersetzen. So sollten die Bauern in den bedrohten Gebieten einsehen, dass die st?ndige Vergr??erung der Ziegen- und Rinderherden gef?hrlich ist. Gro?e technische Anlagen wie Bergwerke und Staud?mme dürften nur gebaut werden, wenn keine negativen Einflüsse auf den Naturhaushalt zu befürchten sind. Markieren Sie bitte die richtigen L?sungen auf dem Antwortbogen! 37. Welche Folgen hat die Ausdehnung der Wüste für die Menschen in der Hauptstadt des Sudan? a. Sie haben kein Wasser mehr. b. Sie haben kein Holz mehr. c. Sie müssen hundert Kilometer laufen, um Wasser zu holen. 38. Welche Hauptursachen werden für das Vordringen der Wüsten erw?hnt? a. Vor allem die Klimaver?nderungen.
b. Alle Wurzeln wurden von den Tierherden zertrampelt. c. Die Menschen und ihre Aktivit?ten.
39. Wodurch ist am Nil fruchtbares Land zur Wüste geworden? a. Die Pflanzen brauchen zu viel Wasser. b. Durch die Klimaver?nderung c. Durch den Bau eines Staudamms
40. Was muss vor allem getan werden, um eine weitere Ausdehnung der Wüsten zu verhindern? a. Man sollte eine vernünftige Landwirtschaft betreiben. b. Man sollte mehr Rinder züchten. c. Man sollte einen Staudamm bauen.
IV. WORT, SATZ UND TEXT (35P) (40 MINUTEN) A. Bitte markieren Sie die L?sungen auf dem Antwortbogen: (7P)
41. Die Studenten freuen sich schon auf die Ferien, in ____ viele nach Hause fahren. a. die b. den c. denen 42. Für heute Nachmittag hat Tobias vor, einen Besuch ____ Anna zu machen. a. bei b. zu c. von
43. Ich kann meine Brille nicht mehr finden! - Die ____ hier irgendwo liegen. Eben hast du damit noch Zeitung gelesen!
a. will b. soll c. muss
44. ___ die Kinder erwachsen sind, wollen viele Frauen wieder ins Berufsleben einsteigen. a. Damit b. Sobald c. Wodurch
45. Wenn du dein ______ getan hast, hast du deine Verpflichtung auch erfüllt. a. m?glichst b. M?glichste c. M?glichstes 46. Statistiken zeigen, dass die meisten ?lteren Arbeitslosen ______ sind.
a. Langzeitarbeitslose b. Langzeitarbeitslosen c. langzeitarbeitslosen 47. Ich h?tte es besser gefunden, wenn in den letzten Jahren mehr Kindergartenpl?tze geschaffen a. worden w?ren b. würden c. werden k?nnten 48. Als ich etwa sieben Jahre alt war, ____ ein Unfall, den ich nicht vergessen kann. a. gab b. ist c. passierte
49. Erst ____ zwei Tagen erfahr er, dass er krebskrank ist und operiert werden muss. a. vor b. seit c. in 50. Die Lehmanns sind es ______, bei sch?nem Wetter im Freien zu frühstücken.